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  • BÜCHERSCHAU DES TAGES: Frei dahinschwingendes Sprechen in Versen
    Aufschlussreich findet die taz Francois Dubets Buch über empfundene Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz. John Le Carres neuer Roman "Marionetten" über einen muslimischen Terroristen wird heute gleich zwei mal besprochen: die FR findet ihn höchst plausibel und lobt seine lakonische Ironie. Die taz hat sich gelangweilt. Die SZ erfreut sich an Uros Zupans dem Bukolischen zugeneigten Gedichten. Die FAZ empfiehlt dringend die Lektüre von Tom Drurys Roman "Die Traumjäger" über die durchs Leben driftende Patchwork-Familie Darling.




  • TELETAUCHER: Achternbusch und Depardieu
    Der Samstagabend gehört im BR-Fernsehen Herbert Achternbusch: Zu seinem 70. Geburtstag wird eine Würdigung ausgestrahlt und sind seine Filme "Das Andechser Gefühl" (1974), "Servus Bayern" (1977) und "I Know the Way to the Hofbräuhaus" (1991) zu sehen. Der Sonntagabend auf Arte gehört Gerard Depardieu: Neben drei Porträts ist auch Francois Truffauts "Die letzte Metro" (1980) zu sehen, in dem Depardieu eine Hauptrolle spielt.




  • HEUTE IN DEN FEUILLETONS: Eines mit Teufeln drauf
    In Cargo durchlebt Ekkehard Knörer Rausch und Panik der Freiheit der Kritik im Netz. In der taz benennt Güner Balci das kommunikative Defizit zwischen Alt- und Neuneuköllnern. Die NZZ macht sich anhand von "Turm" und "Kinderhochzeit" Gedanken über den Stand der Erzählkunst. In der FAZ beschreibt Viktor Jerofejew, wie der Putinismus seinen Bürgern Loyalität abkauft, indem er ihnen Freiheit zur Gestaltung ihres Privatlebens einräumt.




  • BÜCHERSCHAU DES TAGES: Bücherschau des Tages
    Die FAZ beschäftigt sich ausführlich mit Neuerscheinungen zur Evolutionsbiologie und zeigt sich besonders von Sean B. Carrolls "Evo Devo" fasziniert. Die NZZ lobt Petra Reskis große Recherche über die Mafia: "Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern".




  • MEDIENTICKER: Bild-Muntermacher
    Markus Lüpertz malt für Bild einen "Totenkopf als Muntermacher" - Geistiges Eigentum vor Gericht - Der Marxismus der Konservativen - Fallout 3: Postatomare Familiengeschichten - Sprachkritik: Wortpollen aus Stilblüten - Sprachgeschichte: Du Jane, ich Goethe - Schwindende Glaubwürdigkeit: Heidenreich Verlag ja oder nein - Europeana: Fehlstart für erste digitale EU-Bibliothek + "Es ist eine Qual": Reich-Ranicki vs. Suhrkamp.




  • KARIKATUREN UND CARTOONS: Karikaturen und Cartoons
    Wer hätte nicht gern ein Hilfspaket von Angela Merkel?




  • HEUTE IN DEN FEUILLETONS: Hausgemachte Schande
    In der taz wittert Adam Krzeminski niedere Motive hinter der Berichterstattung über Milan Kunderas möglichen Verrat an Miroslav Dvorecek. Der Freitag sieht das ganz anders. Die Welt zitiert Hayek gegen Marx. Die NZZ spricht futuristically mit den Rapperinnen von Yo Majesty. Die SZ kommentiert das Urteil des BGH zur Frage, ob man Kraftwerk sampeln darf.




  • TELETAUCHER: Medien-Schlammschlacht
    Das NDR-Medienmagazin "Zapp" berichtet heute über eine Schlammschlacht zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und ihm unliebsame Sportreporter. Die "kulturzeit" (3sat) hat Ken Loachs neuen Film über unterbezahlte Tagelöhner "It s a free world" gesehen und das ZDF-Magazin "aspekte" John Le Carres neuen Roman "Marionetten" über die Terrorszene gelesen.




  • BÜCHERSCHAU DES TAGES: Von kaltem Zorn klirrend
    Die FAZ lernt bei Selma Lagerlöf ganz gewaltig das Gruseln. Höchst angeregt verfolgt die NZZ den Briefwechsel zwischen Wjatscheslaw Iwanow und Michail Gerschenson über die krisenhafte postrevolutionäre Gegenwart des Jahres 1920. Die SZ lässt sich mit Vergnügen von einigen Thesen des französischen Althistorikers Paul Veyne provozieren. Die Zeit hat einen ganzen Schwung hervorragender Bücher gelesen, darunter die Abrechnung Kurt Drawerts mit der DDR in seinem Roman "Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte", Ann Enrights finsteres "Familientreffen" (Leseprobe) und Brigitte Hamanns Buch über "Hitlers 'Edeljuden'", den Armenarzt Eduard Bloch.





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