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dradio.de - Kulturnachrichten - 14:30 Uhr
Kulturnachrichten auf Deutschlandradio Kultur

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  • Max Goldt erhält Kleist-Preis 2008
    Max Goldt ist witzig, scharfsinnig und durchaus vergleichbar mit Karl Kraus. Dieser Ansicht ist die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, die dem Schriftsteller und Musiker heute in Berlin den gleichnamigen Preis verliehen hat. Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift "Titanic" den deutschen Alltag bis "zur Kenntlichkeit" entstellt, lautete die Begründung der Jury. Der Kleist-Preis wurde in den 20er Jahren unter anderem an Bertolt Brecht und Robert Musil verliehen. Nach Wiederbegründung 1985 wurde die Auszeichnung auch Heiner Müller, Daniel Kehlmann und Wilhelm Genanzino zuerkannt.

  • Museum für islamische Kunst in Doha eingeweiht
    Das Museum in Katar ist ein Novum in der arabischen Welt. Erstmals gibt es in der Region einen eigenständigen Ausstellungsort für Islamische Kunst. Gezeigt werden in Doha Werke aus dem 7. bis 19. Jahrhundert. Das am Wochenende eröffnete Gebäude auf einer künstlich geschaffenen Halbinsel hat der chinesisch-amerikanische Stararchitekt Ieoh Ming Pei entworfen. Vor drei Wochen begann in Doha die erste Spielzeit für das neu gegründete "Qatar Philharmonic Orchestra", dem viele europäische Musiker angehören.

  • Markus Lüpertz: Ein teures Bild ist nicht unbedingt schlecht
    "Die Krise am Kunstmarkt hat mit der Kunst nichts zu tun." Davon ist Markus Lüpertz überzeugt. Die steigenden Preise der vergangenen Jahre hingen eher mit Spekulation zusammen, sagte der Maler der Zeitung "Welt am Sonntag". Ob die Krise wirklich gut für die Qualität der Kunstwerke sei, könne er nicht sagen. Ein Bild sei ja nicht unbedingt schlecht, nur weil es teuer sei, betonte Lüpertz.

  • Produktionsfirma von Damien Hirst streicht Stellen
    Damien Hirst zählt zu den reichsten lebenden Künstlern. Aber auch der Brite bekommt die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Zahlreiche Stellen in dessen Kunstproduktionsfirma "Science Limited" seien gestrichen worden, berichtet der Londoner "Guardian". Ein Mitarbeiter der Firma bestätigte, dass bei der Herstellung der Serie von Medizin-Schränkchen und Schmetterlingen Stellen eingespart worden seien. Nicht jeder dürfte darüber traurig sein. Damien Hirst stand wegen seiner Massenproduktion von Kunst schon öfter in der Kritik.

  • In Hollywood droht neuer Streik - Tarifgespräche gescheitert
    Der Streik der Drehbuchautoren in Hollywood vor einem Jahr ist noch in schlechter Erinnerung. Unzählige Filme und Fernsehserien mussten unterbrochen werden, die Studios machten Milliardenverluste. Nun droht ein neuer Arbeitskampf: Nach gescheiterten Tarifgesprächen wollen die Schauspieler streiken. Die Gewerkschaft SAG kündigte in Los Angeles eine Befragung ihrer Mitglieder an. Der Tarifvertrag zwischen den Schauspielern und den großen Filmstudios ist seit Ende Juni abgelaufen. Die Schauspieler verlangen eine bessere Bezahlung bei der Weiterverwertung von Filmen im Internet und anderen neuen Medien.

  • Orgelfassungen zum 75. Geburtstag Pendereckis in Münster uraufgeführt
    Krzysztof Penderecki polarisiert: Seine Musik löst Begeisterung aber auch Proteste aus. Mit lang anhaltendem Beifall reagierte das Publikum in der Josephskirche in Münster, wo fünf Werke des polnischen Komponisten als Orgelfassungen uraufgeführt wurden. Er sei sein ganzes Leben gegen den Strom geschwommen, erkärte der Künstler, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, unlängst in einem Zeitungsinterview. Mit Freude habe er seit den 50er Jahren mit seinen Klangexperimenten das Publikum schockiert. Seinen internationalen Rang als Komponist begründete Penderecki 1966 mit der in Münster uraufgeführten Lukas-Passion.

  • Tenor singt an der New Yorker Met zwei Hauptrollen an einem Tag
    Marcello Giordani ist der "Iron Man der Tenöre". Diesen Titel vergab ihm der Manager der New Yorker Metropolitan Opera. Der Grund: Der Künstler sang an einem Tag gleich zweimal die Titelrolle in einer Oper. Zuerst spielte er den Hauptpart in Berlioz' "La Damnation de Faust", wenige Stunden später sprang er für einen erkrankten Kollegen als Pinkerton in Puccinis "Madama Butterfly" ein. Nach Angaben der Met hat in ihrer Geschichte nur eine Handvoll Sänger eine derartige Ausdauerleistung erbracht. In der Regel würden Opernsänger nur in zwei oder drei Vorstellungen pro Woche auftreten.

  • Ausgedehnte Gletscher auf dem Mars entdeckt
    Auf dem Mars sind ausgedehnte Gletscher aus Wassereis entdeckt worden. Radarmessungen einer Sonde der US-Weltraumbehörde NASA hätten ergeben, dass sich das von einer dünnen Steinschicht geschützte Eis über Dutzende Meilen erstreckt, berichtet das Wissenschaftsjournal "Science". Möglicherweise seien die Gletscher an den Hängen steiler Felsgrate Überreste einer längst vergessenen Eiszeit. Die Forscher hoffen, dass sie eine Wasserquelle für künftige Marserkundungsmissionen sein könnten.

  • US-Forscher wollen Mini-Drohne in Größe eines Insekts entwickeln
    James Bond wäre von dieser Mini-Drohne vermutlich begeistert. Die US-Airforce arbeitet an der Entwicklung eines Spionageund Kampfroboters, der so klein ist wie eine Stubenfliege, wie der "Spiegel" unter Berufung auf die amerikanische Nachrichtenagentur AP berichtet. Nach den Plänen der Wissenschaftler könnte das Flugobjekt in die Verstecke von feindlichen Kämpfern eindringen, diese beobachten, vielleicht sogar bekämpfen. Bis zum Einsatz des Roboters wird noch einige Zeit vergehen: 2015 soll ein vogelgroßer Kundschafter fertig sein, im Jahr 2030 eine Drohne in der Größe eines Insekts.


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