Einmal in der Woche tanzen Jungen und Mädchen aus Berliner Grundschulen unter Anleitung professioneller Tänzer: Sie gehören zu den Schulklassen, die am Projekt "TanzZeit - Zeit für Tanz in Schulen " teilnehmen. TanzZeit bevorzugt die Einbindung des Unterrichtes in den Klassenverband sowie eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrern, damit allen Schülern die Begegnung mit Tanz als Kunstform möglich ist. So erreicht TanzZeit Kinder aller Schichten und Nationalitäten. Der gemeinsame Tanz stärkt die Klassengemeinschaft. Das Projekt setzt sich dafür ein, dass Tanzkunst – mit hoher Qualität von Tanzprofis vermittelt – in den Schulunterricht integriert wird.
Gerade in der heutigen Zeit, in der Bewegungsmangel, schlechte Lernergebnisse und fehlende Motivation von Schülern beklagt werden, bietet das Medium Tanz vielfältige Möglichkeiten, diesem Trend entgegenzuwirken. Tanz fördert die Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft, vermittelt Bewegungsvielfalt, Körperwahrnehmung und -bewusstsein. Tanz stärkt außerdem das Selbstbewusstsein und schafft damit die Voraussetzung für viele positive Lernprozesse. Auf diese Weise fördert Tanz auch das kognitive Lernen.
Im Frühjahr 2005 wurde "TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen " durch die Tänzerin und Choreografin Livia Patrizi ins Leben gerufen. Zusammen mit einem Team aus Künstlern und Pädagogen wird das Projekt seitdem engagiert umgesetzt. Von Anfang an ist die Nachfrage der Schulen enorm. Nach zwei Jahren haben bereits mehr als 200 Berliner Schulklassen und damit weit über 5000 Kinder am Tanzprojekt teilgenommen.
Das Projekt TanzZeit ist dem Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin e. V. (ZTB) angegliedert. Die Schirmherrin des TanzZeit-Projekts ist die bekannte Berliner Choreografin Sasha Waltz. Royston Maldoom, der Choreograf des Dokumentarfilms "Rhythm is it ", ist dem Projekt als Mentor verbunden. TanzZeit ist Gründungsmitglied des Bundesverbands Tanz in Schulen e. V..
Im Schuljahr 2008/2009 wird das Projekt vom "Projektfonds Kulturelle Bildung" gefördert.