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05:00

360° - Geo Reportage

Arganöl - Marokkos weißes Gold

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Sonntag, 23. November 2008 um 05.00 Uhr

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360° - Geo Reportage
(Frankreich, Deutschland, 2008, 43mn)
ARTE
Regie: Roberto Lugones

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

In Marokko ernten die mutigen Frauen einer selbstgegründeten Kooperative die wertvollen Früchte des Arganbaums. Die Arganie ist ein genügsamer Dornenbaum, der nur im Südwesten des Landes wächst.. Seine Früchte liefern das begehrte Arganöl, das von den Frauen der Region seit Jahrhunderten in mühevoller Handarbeit produziert wird. Inzwischen kommen auch Europäer auf den Geschmack dieser Köstlichkeit. Außerdem wird das Öl in Kosmetikprodukten und als Heilmittel teuer vermarktet. "360° - Geo Reportage" hat den Frauen Marokkos bei der aufwendigen Ölherstellung über die Schulter geschaut und zeigt, wie sie das kostbare Öl auf den internationalen Markt bringen.

Arganöl - Marokkos weißes Gold

In einem Dorf im Südwesten Marokkos verlässt Arbia el Kasri um sechs Uhr morgens das Haus. Vor fünf Jahren war es für eine Frau unvorstellbar außerhalb des Hauses Arbeit zu finden. Doch nun sind es einige Hundert, die sich täglich in kleinen selbst gegründeten Kooperativen einfinden. Hier produzieren die Frauen Arganöl - eine Kunst, die Marokkanerinnen bereits seit Jahrhunderten beherrschen.
Das Öl ist reich an Nährstoffen und äußerst schmackhaft. Doch erst seitdem es Feinschmecker und Kosmetikfirmen in Europa entdeckt haben und sich der Preis pro Liter vervielfacht hat, lohnt sich für Einheimische wie Arbia el Kasri die mühselige Herstellung in der Kooperative.
Bis zu drei Tage und rund 40 Kilogramm Früchte braucht es für einen Liter Arganöl. Zuerst sammeln die Frauen die etwa pflaumengroßen Früchte der Arganie, ein mit Dornen bewehrter Baum, der weltweit nur hier im Südwesten Marokkos wächst. Nachdem die Früchte getrocknet sind, werden die Kerne vom Fruchtfleisch befreit und mit Hilfe von Steinen aufgeklopft - ihre Schalen sind 18-mal härter als Haselnüsse. Die innen liegenden Samen werden geröstet und gemahlen, bis sie das kostbare Öl von sich geben.
Das Geschäft läuft gut für die Frauen, dennoch fürchten sie schwierige Zeiten. Zum einen bedroht Abholzung den Bestand der Arganien, die bis zu 250 Jahre alt werden, und zum anderen werden die Bäume von den Ziegen der Nomaden kahlgefressen. Hinzu kommt, dass mit dem Interesse europäischer Verbraucher zunehmend westliche Firmen ins Land streben, die das Öl dank moderner Maschinen schneller, sauberer und zuverlässiger produzieren. Werden Arbia el Kasri und ihre Kolleginnen der Konkurrenz trotzen können?

06:00

Gabriel Fauré: Requiem

Es spielt das "Chambre Philharmonique" unter der Leitung von Emmanuel Krivine.

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Sonntag, 23. November 2008 um 06.00 Uhr

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Gabriel Fauré: Requiem
(Frankreich, 2007, 43mn)
ARTE F
Regie: Olivier Simonnet
Dirigent: Emmanuel Krivine
Orchester: La Chambre philharmonique

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Das alte Gebäude der Pariser Nationalbibliothek beherbergt die Musikarchive, in denen bedeutende Originalpartituren aufbewahrt werden, wie die Handschriften von Mozarts "Don Giovanni", Bizets "Carmen" und das Requiem von Gabriel Fauré. Faurés "Requiem" wird nun das ehemalige Druckwerklager der Nationalbibliothek zum Erklingen bringen. Es spielt das "Chambre Philharmonique" unter der Leitung von Emmanuel Krivine.

Der legendäre Lesesaal, der "Salle Labrouste" der Pariser Bibliothèque Nationale in der Rue Richelieu, Wahrzeichen der Nationalbibliothek, war bereits prächtige Kulisse für ein Konzert des "Chambre Philharmonique" unter der Leitung von Emmanuel Krivine. Nun spielen die Musiker ein weiteres Mal in einem ungewöhnlichen Ambiente und geben so Einblick in das ehemalige Druckwerklager der Bibliothek, das 1998 beim Umzug in die neuen Räumlichkeiten geschlossen wurde.
Das alte Gebäude in der Rue Richelieu beherbergt nach wie vor die Musikarchive mit einigen bemerkenswerten Dokumenten, darunter die Originalhandschriften von Mozarts "Don Giovanni", Bizets "Carmen" - und Gabriel Faurés "Requiem", das diesmal auf dem Programm steht. Emmanuel Krivine dirigiert die Musiker des "Chambre Philharmonique", die auf Instrumenten aus der Zeit des Komponisten spielen. Es singt der Kammerchor "Les Eléments" unter der Leitung von Joël Suhubiette in den Soloparts sind Sophie Karthäuser und Thomas Bauer zu hören.

07:00

Zapping International

Heute: Das Fernsehen der Ivorer

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Sonntag, 23. November 2008 um 07.00 Uhr

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Zapping International
(Frankreich, 2008, 26mn)
ARTE F
Regie: Stéphane Corréa, Cécile de Comarmond

16:9 (Breitbildformat)

Sage mir, was du schaust, und ich sage dir, wer du bist: ARTE zappt sich durch die Fernsehlandschaften anderer Länder. Jeden Samstag gegen 13.00 Uhr. Heute: Das Fernsehen der Ivorer

Wenn man in Abidjan durch die Fernsehlandschaft zappt, trifft man mit Sicherheit auf fesche Glamourgirls, die leicht bekleidet durch Kanalisationen kriechen, Feuersbrünste löschen oder eine ganze Nacht auf einem Friedhof verbringen. Auch vor den widerlichsten Aufgaben schrecken diese modebewussten jungen Städterinnen nicht zurück, denn der Gewinnerin winkt mit einer Nebenrolle in einem Hollywoodfilm ein verlockender Preis. Deshalb ist "Stars Tonnerre" als erste Reality-Show an der Elfenbeinküste auch ein Riesenerfolg.
Nachdem sich die Lage im Land seit kurzem beruhigt hat, wird Abidjan wieder seinem Ruf gerecht, ein Pionier in Sachen Fernsehen zu sein. So jagt eine hausgemachte Comedy-Serie die andere. "Campus", "Docteur Boris" und "Ma famille" überbieten sich gegenseitig an Albernheit und werden durchweg in Nouchi gedreht, einer köstlichen Argot-Mischung aus Französisch und ivorischen Dialekten.
In der Rebellenhochburg Bouaké im Norden des Landes überträgt der ehemalige Kanal der Aufständischen "Télé Mutins" unter dem patriotisch klingenden Namen "Télé Notre Patrie" zu bestimmten Tageszeiten Meetings und politische Reden - ein Programm, das bei den Zuschauern bisher allerdings nur wenig Anklang findet.

07:30

Best of Chic

Das europäische Lifestylemagazin

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Sonntag, 23. November 2008 um 07.30 Uhr

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29.11.2008 um 07:30
Best of Chic
(Frankreich, Deutschland, 2007, 26mn)
Moderation: Valeria Risi
ARTE F

16:9 (Breitbildformat)

Die spannendsten Themen der Woche in unserem Best of: Innendesigner Tomás Alia; Grüne Oasen; die kleine Geschichte des Regals "This Mortal Coil"; Hotels einmal anders

(1): Porträt der Woche: Tomás Alia
"Chic" stellt diese Woche einen der populärsten Innendesigner Spaniens vor: Tomás Alia. Der 1965 in Toledo geborene Alia versteht es wie kein anderer, Kontraste effektvoll einzusetzen. Er kombiniert traditionelle Objekte und Werke der Eingeborenenkunst mit den avantgardistischsten Materialen, dazu spielt er mit raffinierten Lichteffekten. Dekor und schmückendes Beiwerk interessieren den Innenarchitekten nicht; er arbeitet mit Raum und Volumen und schafft dadurch überraschende Kreationen.

(2): Trend: Grüne Oasen
Wer wünscht sich nicht ein kleines Stück Natur mitten in der Stadt? Einen Minigarten, wo man lesen und träumen, sonnenbaden und mit Freunden ein Glas trinken kann? Immer mehr Stadtbewohner schaffen sich eine kleine grüne Oase inmitten der Betonwüste. Das kann eine winzige Terrasse sein, ein Innenhof im Häusermeer oder ein Garten im Taschenformat. "Chic" hat einige dieser grünen Winkel besucht - lauter kleine Paradiese!

(3): Die kleine Geschichte des Regals "This Mortal Coil"
Mit seinen Kurven und Wellenlinien wirkt es ausgewogen, aber auch bedrohlich: das ungewöhnliche Regal "This Mortal Coil" von Ron Arad.

(4): Hinter den Kulissen: Hotels einmal anders
"Chic" reist heute nach Schweden und trifft dort Mikael Genberg, einen Künstler und Unternehmenschef, der wahrhaft ungewöhnliche Projekte verwirklicht. Seit mehreren Jahren baut der Schwede kleine Häuser an den verrücktesten Orten. Die Häuschen sind als Hotels konzipiert und bieten Touristen aus aller Welt einen neuen Blick auf die Stadt, die Natur, die Welt. Eine etwas andere Art des Wohnens zu Lande, zu Wasser und in der Luft... und warum nicht eines Tages auch im Weltraum?

08:00

Little Amadeus - Die Abenteuer des jungen Mozart

Die Wette

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ARTE © Gateway4M

Sonntag, 23. November 2008 um 08.00 Uhr

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29.11.2008 um 08:00
Little Amadeus - Die Abenteuer des jungen Mozart
(Deutschland, 2006, 24mn)
ARTE
Regie: Winfried Debertin
Musik: Adrian Askew, Little Amadeus Orchestra, Orchestro Nacional do Porto, Prof. Wolf Kerschek
Autor: Winfried Debertin
Produktion: HR, KI.KA, LAR GmbH und Ko KG, NDR, SWR

Stereo

Der Bischof möchte der Gräfin zum Geburtstag etwas ganz Besonderes schenken: Eine neue Komposition. Die Zeit drängt und Little Amadeus soll ihr über Nacht ein Ständchen komponieren. Devilius wittert seine Chance und schlägt dem Bischof eine Wette vor ...

Der Bischof möchte der Gräfin Kussmaul, einer großen Förderin und Bewunderin der Mozarts, eine Komposition von Amadeus zu ihren am folgenden Tag stattfindenden Geburtstag schenken. Devilius wettet mit dem Bischof, dass Amadeus es in so kurzer Zeit nicht schaffen wird, das Stück zu schreiben. Im Vertrauen auf Amadeus' kompositorische Fähigkeiten verwettet der Bischof seinen "halben Hofstaat". Um diese Wette zu gewinnen, schmieden Devilius und Ratte Monti einen gemeinen Plan. Wird Amadeus es rechtzeitig schaffen und muss der Bischof seine Wettschulden einlösen und Devilius zu einem reichen Mann machen?

08:25

Die unglaublichen Abenteuer des Kapitän Cousteau

Das Todesschiff

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ARTE © Dargaud Marina/Vivatoon/France3/Animation Enterprises Hong Kong

Sonntag, 23. November 2008 um 08.25 Uhr

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29.11.2008 um 08:25
Die unglaublichen Abenteuer des Kapitän Cousteau
(Frankreich, Kanada, 2003, 23mn)
ARTE
Regie: Jean-Marc Kisler
Musik: Claude Castonguay
Autor: Jean Pêcheux, Yves Paccalet
Produktion: Dargaud Marina, Vivatoon

Stereo

Der legendäre Meeresforscher Jaques-Yves Cousteau nimmt fünf Jugendliche mit auf eine Reise in die Unterwasserwelt. Eine packende Zeichentrickserie, inspiriert von den Entdeckungen Cousteaus, seinen ungewöhnlichen Abenteuern und der Faszination für die gewaltige Schönheit der noch immer unerforschten Meeresgründe. In dieser Folge eilen Cousteau und seine Mannschaft einem jungen Schiffsarchitekten zu Hilfe, der sich auf der Suche nach Hammerhaien vor der pazifischen Kokos-Insel auf einen gefährlichen Tauchgang gewagt hat.

Die "Draken North" soll mit gefährlichem Giftmüll an Bord an der Küste Kroatiens versenkt worden sein, so der Matrose Dimitri. Cousteau und Iannis gehen auf Tauchgang und entdecken schon bald die drohende Gefahr: Das Wrack hängt in der Tiefe an einem Felsvorsprung und birgt unzählige Giftfässer. Sollte es in die Tiefe stürzen, droht dem gesamten Mittelmeerraum eine Umweltkatastrophe. Wird es gelingen, die gefährliche Ladung rechtzeitig zu bergen?
Cousteau und sein Team machen den Schiffseigner, Triandàfilos, ausfindig, der sich jedoch weigert, auch nur einen Cent für eine Bergungsaktion auszugeben. Als Cousteau das Beweismaterial dem Redakteur eines Zeitungsverlages vorlegt, kommt ihm Eleni, die Tochter des Reeders, zu Hilfe. Sie setzt ihren Vater unter Druck und erreicht, dass durch eine großangelegte Bergungsaktion die Giftfässer aus dem Schiff geholt und in eine Sondermüll-Verwertungsanlage gebracht werden.

08:45

Forscherexpress

Unter dem Motto "Entdecken, erleben, erforschen, selber machen" ist der "Forscherexpress" unterwegs.

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Sonntag, 23. November 2008 um 08.45 Uhr

Wiederholungen:
29.11.2008 um 08:45
Forscherexpress
(Österreich, 2005, 26mn)
ARTE F
Regie: Peter Rabinger
Autor: Thomas Brezina
Produktion: Interspot Filmges.M.B.H., ORF
Moderation: Kati Bellowitsch, Thomas Brezina

Stereo

Einsteigen oder aufspringen! Der "Forscherexpress" bietet eine bunte Mischung aus animierenden Experimenten, Naturfilmen und Erlebnisberichten aus Forschung und Wissenschaft.
Unter dem Motto "Entdecken, erleben, erforschen, selber machen" ist der "Forscherexpress" unterwegs durch Zeit, Raum, Luft und Wasser. Gelenkt wird dieser ungewöhnliche Zug von den beiden Moderatoren Thomas Brezina und Kati Bellowitsch, die Wissenswertes über Natur, Technik und Geschichte zeigen - eine Reise in die Welt der Wissenschaft mit Experimenten, die man leicht zu Hause nachmachen kann.

Heute erforschen Thomas und Kati, wie bissig Piranhas sind, sie erklären, wie man eine Mondoberfläche erzeugen kann und warum der Hubschrauber Hubschrauber heißt. Sie zeigen, wieso wir auf manchen Fotos rote Augen haben, und wie man Eierschalen verschwinden lässt. Und zum Schluss erwartet die kleinen Zuschauer wie immer ein Überraschungsexperiment.

09:15

Wo Du herkommst...

Nordindien

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Sonntag, 23. November 2008 um 09.15 Uhr

Wiederholungen:
29.11.2008 um 09:15
Wo Du herkommst...
(Grossbritannien, 2002, 25mn)
ARTE F
Regie: Mark Galloway
Produktion: Rooftop Production

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Wo komme ich eigentlich her? Diese Frage stellen sich viele Jugendliche, die in einem Land aufgewachsen sind, das nicht ihren eigentlichen Ursprüngen entspricht. Im Juniorprogramm begleitet ARTE junge britische Jugendliche auf ihrer ersten Reise in ihr Herkunftsland: unter anderem nach Bolivien, China, Dominikanische Republik, Ägypten, Jamaika, Indien, Kenia, Senegal und Ukraine.

Der elfjährige Vijay Pal Singh aus Leeds ist Sikh und möchte mehr über seinen Glauben erfahren. Er reist zuerst nach Delhi und dann weiter zum Goldenen Tempel, dem bedeutungsvollsten religiösen Zentrum der Sikhs bei Amritsar im Staat von Punjab im Norden Indiens. Vom Chaos der Stadt Delhi über die Begegnung mit Gleichaltrigen in den Dorfschulen des Staates Punjab erreicht er Amritsar. Dort leben seine Verwandten und dort befindet sich auch der Goldene Tempel. Die Sikh feiern Vaisakhi, das Fest der ersten Ernte und wichtigste Jahresfest überhaupt, und Vijay feiert zum ersten Mal in seinem Leben mit ihnen.

09:40

Maria Stuart

Maria Stuart, Königin von Schottland, wird wegen der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt und flieht nach England.

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ZDF © Arno Declair

Sonntag, 23. November 2008 um 09.40 Uhr

Wiederholungen:
02.12.2008 um 03:00
Maria Stuart
(Deutschland, 2008, 107mn)
ZDF
Regie: Peter Schönhofer
Musik: Michael Verhovec
Kostüme: Anja Rabes
Ausstattung: Katja Haß
Inszenierung: Stephan Kimmig
Video: Helena Ratka

Fassung für  Hörbehinderte 16:9 (Breitbildformat) Dolby Nativ HD

Maria Stuart, Königin von Schottland, wird wegen der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt und flieht nach England. Sie erhofft sich Schutz bei Elisabeth I., der englischen Königin, die jedoch mit Problemen im eigenen Königreich zu kämpfen hat ... Friedrich Schiller greift in seinem Trauerspiel "Maria Stuart" auf wahre historische Begebenheiten zurück. Auch Regisseur Stephan Kimmig verankert in seiner Inszenierung des Dramas die Handlung in der Wirklichkeit und fügt damit zusätzliche Brisanz hinzu: Er inszeniert das Königinnendrama als analytische Studie über Staatsterrorismus. ARTE zeigt die Aufzeichnung einer Aufführung am Thalia Theater Hamburg, die auch beim Berliner Theatertreffen 2008 eingeladen war.

Schillers Trauerspiel "Maria Stuart" beginnt drei Tage vor Maria Stuarts Hinrichtung. Es erzählt von der Eingekerkerten und ihrem Versuch, das bereits verkündete Todesurteil abzuwenden. Währenddessen ringen verschiedene politische Lager, entweder um die Befreiung oder die baldige Hinrichtung der Gefangenen. Elisabeth I., von diesen Kräften umgeben, schwankt. Ein Befreiungsversuch und ein Mordkomplott schlagen fehl. Letztlich unterschreibt Elisabeth die Hinrichtungsurkunde und Maria Stuarts Kopf fällt.
Was wie ein moderner Polit-Thriller anmutet, spiegelt im Grunde die Fragen wider, die sich im Kontext von Herrschaft und Macht seit Menschengedenken stellen: Wie stehen Macht und Moral zueinander? Welche Einflüsse haben ganz private Gefühle und Interessen auf die Politik?
Regisseur Stephan Kimmig hat den Originaltext ironiefrei inszeniert. So genau, wie er in der Sprache Schillers bleibt, so zielgenau platziert er seine Inszenierung in der Gegenwartsbefindlichkeit Angst, die nach dem 11. September mancherorts herrscht. Die Drehbühne ist kühle Bürowelt, Gefängnis und geheime Kommandozentrale.
Paula Dombrowskis Elisabeth ist so gar nicht Königin: Die Arme stets verschränkt, die mageren Schultern im eleganten Hosenanzug schaudernd hochgezogen, die Stimme piepst hoch oben im Hals. Fast denkt man, so jemand kann keine Macht ausüben.
Ihre Widersacherin ist dagegen stark: Die Maria von Susanne Wolff ist an Händen und Füßen an einen Folterstuhl gefesselt. Zum Stillsitzen in grauer Anstaltskleidung und Latschen verdammt, doch ohne Zweifel eine Königin des prallen Lebens. Das kontrastreiche Spiel der beiden Protagonistinnen hat Stephan Kimmig kühl inszeniert und die männlichen Rollen sind unter anderem mit Peter Jordan und Werner Wölbern ebenso exzellent besetzt.
Das Bühnenbild setzt ganz auf heute: Ineinandergeschachtelte Beton- und Glaswände gewähren Durchsichten und camouflieren gleichzeitig die Gewaltstrukturen; Staatsbeamte verstecken Todesurteile in unscheinbaren Aktenmappen, und selbst die Bäume im Innenhof sind nur noch Insignien der unterworfenen Natur.

11:30

Baukunst

Schloss Pierrefonds

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ARTE F

Sonntag, 23. November 2008 um 11.30 Uhr

Wiederholungen:
01.12.2008 um 13:00
Baukunst
(Frankreich, 1994, 27mn)
ARTE F

16:9 (Breitbildformat)

Die Dokumentationsreihe "Baukunst" präsentiert herausragende Bauwerke aus verschiedenen Jahrhunderten der Architekturgeschichte. Heute: Schloss Pierrefonds. Archäologisch getreue Wiederherstellung oder moderner Umbau? Vor dieser Frage standen Napoleon III. und sein Architekt Viollet-Le-Duc. Napoleon hatte diesen beauftragt, das im 15. Jahrhundert von Louis d'Orléans erbaute Schloss in Pierrefonds bei Compiègne zu restaurieren, das zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Ruine war.

Schloss Pierrefonds

Die Ruine des im 15. Jahrhundert von Louis d'Orléans erbauten Schlosses in Pierrefonds bei Compiègne wurde von Napoleon I. gekauft. Napoleon III., der an der romantischen Ruine Gefallen fand und einen kaiserlichen Landsitz daraus machen wollte, beauftragte Viollet-Le-Duc mit dem Wiederaufbau. Die "Restauration" dauerte von 1858 bis 1886 und war ein höchst komplexes Unternehmen.
Napoleon III. wünschte eine archäologisch getreue Wiederherstellung, während Viollet-Le-Duc sich der Vergangenheit lediglich bediente, um ein neues Verhältnis von umbautem Raum und dessen Ausschmückung zu erfinden.
Viollet-Le-Duc, der unter anderem Notre-Dame von Paris restauriert hatte, entwickelte sich als Baumeister des Schlosses von Pierrefonds zum wahren Regisseur eines Gesamtschauspiels, in dem er jedes Detail selbst konzipierte. Nicht umsonst betrachteten ihn die belgischen Jugendstil-Architekten Victor Horta und Paul Hanka als ihren Vorgänger. Die besondere Wirkung von Pierrefonds beruht auf der doppelten Strategie des Architekten, bald die Materialien - deren Struktur - und Farben und bald die Struktur selbst, die reine geometrische Form, zur Geltung zu bringen.