Liebe Leserin, lieber Leser, |
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mehr als drei Jahre lang hat der Friedrich Berlin Verlag mit "Partituren" ein inhaltlich sehr gutes und von Ihnen, den Leserinnen und Lesern, hoch geschätztes Magazin für klassische Musik herausgebracht. Die schnell erfreulich hohen, doch dann leider bald stagnierenden Abo- und Kioskverkaufszahlen und vor allem der im CD-Bereich zusammengebrochene Anzeigenmarkt haben das nicht immer ganz leicht gemacht.
Die jüngsten Zahlen haben uns zu dem Ergebnis kommen lassen, dass es für "Partituren" in der gegenwärtigen Form keine wirtschaftliche befriedigende Perspektive gibt. Wir werden darum die Printausgabe mit der bereits erschienenen Heftnummer 18 einstellen. Stattdessen werden wir Partituren ab Frühjahr 2009 im Internet mit der gewohnten Qualität und der Freude an der Musik fortsetzen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie dort "Partituren" die Treue bewahren. Die "Partituren"-Redaktion um Arnt Cobbers und Klemens Hippel wird die Themen der Zeitschrift weiterführen.
Ihr Friedrich Berlin Verlag
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Boulevard *Neu* |
Partituren berichtet über das aktuelle Musikgeschehen
und richtet dabei den Blick auch auf musikalische Highlights
abseits der gängigen Hitlisten und Berichterstattung.
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 Wann hat es das zuletzt ge- geben: eine klassische CD auf Platz
eins aller Platten- verkäufe. Na gut, nur in Österreich. Aber in
England schaffte es „Chant – Musik for Paradise“ immerhin
auf Platz sieben der Popmusik-Charts, mit 100.000 verkauften
Exemplaren! Als neue Superstars der Klassikbranche eignen
sich die Musiker allerdings kaum: Es sind Zisterziensermönche
des österreichischen Stifts Heiligenkreuz. Die vermeintlichen
Hinterwäldler stellten ein eigenes Video ins Internet, der Chef
der Plattenfirma Universal war begeistert und schickte ein Team
aus London nach Österreich, das die Klosterkirche kurzerhand
in ein Aufnahmestudio verwandelte. Auf ihrer CD singen die
Mönche die gregorianische Missa pro defunctis und die Komplet
– und treffen damit anscheinend genau den Nerv entspannungswilliger
Hörer. Die Einnahmen werden die Zisterzienser
um Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, den Onkel des oscarprämierten
Filmregisseurs, in ihre sozialen Projekte stecken.
(Decca 476 6774-2)
Und was die Männer können, können Frauen doch eigentlich
schon lange. Gregorianische Gesänge auf Texte des
Apostels Paulus hat die Frauenschola Exsulta Sion Freiburg
für das Label Christophorus aufgenommen. Die Sängerinnen
sind allerdings keine Nonnen, sondern Profisängerinnen aus
Freiburg/Breisgau und Basel. Aber singen können sie auch. Ob
dies der nächste Hit wird? (Christophorus CHR 77299) |
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Titel |
Es könnte so paradiesisch sein. Nie gab es so viel Musik, so viele interessante Stücke vom Mittelalter bis heute. Was gäbe es nicht alles zu entdecken. Doch die Konzertund CD-Programme sind statt Wundertüten meist biedere Kulturbeutel. Und das genügsame Publikum ist’s zufrieden. Muss das so sein?
TEXT JOACHIM MISCHKE
Das Klassik-Publikum ist nicht tot. Es benimmt sich nur so. Viel zu viele hören nur, was sie schon längst kennen, viel zu viele wollen nicht hören, was sie schon längst hätten kennenlernen sollen. Doch dazu gibt man ihnen oft gar ... mehr
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Musik als Ereignis |
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Daniel Harding über Stockhausens Gruppen
Karl-Heinz Stockhausens „Gruppen“ aufzuführen ist ein Kraftakt – musikalisch und organisatorisch. Das Musikfest Berlin präsentiert das Werk im September gleich an zwei Abenden: im Hangar 2 des Flughafens Tempelhof. Die Musik wird gespielt von drei im Raum verteilten Orchestern unter der Leitung dreier Dirigenten. Bei der Uraufführung 1958 in Köln waren das Stockhausen, Bruno Maderna und Pierre Boulez. In Berlin dirigieren Daniel Harding, Simon Rattle und Michael Boder die Berliner Philharmoniker.
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Musikerleben *Neu* |
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Jetzt neu: Tipps und
Tricks für Hobbymusiker
Die neue Rubrik „Musikerleben“ schlägt
die Brücke zwischen Profis und Amateuren.
Sie gibt wertvolle Tipps, die sofort umgesetzt
werden können. Von „Beethoven leicht
gemacht“ bis „Soll ich in einen Chor“ werden
in jeder Ausgabe wichtige Fragen der Leser beantwortet.
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Worauf sollte man beim Notenkauf achten, was macht den Unterschied zwischen einzelnen Noteneditionen aus?
Diese Frage stellte uns Johannes Graupe aus Bruchköbel. Und wir gaben Sie weiter an den Pianisten Severin von Eckardstein.Das
Allerwichtigste für mich ist, dass es sich um eine Urtextausgabe
handelt, die sich also an den Originalquellen orientiert. Aber die sind
leider nicht immer eindeutig. Beethoven etwa hat ... mehr
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Der Sänger Ian Bostridge |
Als Musiker bin ich Romantiker
Ian Bostridge wohnt mit Frau und Sohn in einem typischen viktorianischen Backsteinhaus im Stadtteil Kentish Town. Die Zimmer des Erdgeschosses sind vollgestopft mit Bücherregalen, der Salon im ersten Stock ist weiß gehalten und karg möbliert, an den Wänden hängt moderne Kunst. Dafür stapeln sich auf und neben dem Flügel im hinteren Teil des Raumes jede Menge Noten. LPs sind gegen die Wand gelehnt, auf einem alten Notenständer steht Schuberts „Winterreise“. Bostridge sitzt, lang und schlaksig, mit einer Tasse Kaffee (!) in einem Empire-Lehnstuhl und spricht eher leise, von draußen ... mehr
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200 Jahre Gewandhaus-Quartett |
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TEXT KLEMENS HIPPEL
Es spielte mit Brahms und Clara Schumann, mit Grieg und Mendelssohn. Es durfte Beethoven uraufführen. Doch seine größte Leistung ist wohl, dass es immer noch existiert. Das Gewandhaus- Quartett ist das älteste Streichquartett der Welt – und in den 200 Jahren seiner einzigartigen Geschichte wirkten fast 200 Musiker in ihm. Mancher würde diese Tradition eher als Last empfinden – die heutigen Mitglieder sind stattdessen stolz auf ihre Vorgänger. Auf Ferdinand David (1810 – 1873), der unter Mendelssohn Konzertmeister war. Oder Joseph Joachim (1831 – 1907), der Brahms’ Violinkonzert uraufführte. „Maßgeblich ist“, so erklärt ihr Nachfolger Frank-Michael Erben, „was man mit der Tradition anstellt. ... mehr
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In Darkness |
John Dowland und seine Zeit TEXT KLEMENS HIPPELSchwermütig könnte man werden, wenn man sich in John Dowlands Liedtexte vertieft:„Im Dunkeln will ich hausen“, wünscht er sich da, weil es „tausendmal besser ist zu sterben, als in solchen Qualen zu leben“. Die Tränen fließen stets reichlich, und alle Hoffnung ist vergeblich. So klingt das „goldene Zeitalter“ Englands: Vergänglichkeit ... mehr
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Das Rätsel Ausgabe 18 |
Liebe Rätsler!Zu allen Zeiten haben sich Künstler von Musen inspirieren lassen, von meist schönen, jungen Frauen, die um so häufiger ausgetauscht werden, je älter der Künstler wird. Nicht so bei dem Komponisten, den wir diesmal suchen ... mehr
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The Sound Of Abbey Road |
Die berühmtesten Aufnahmestudios der WeltTEXT ARNT COBBERSWas ein Plattencover doch bewirken kann! Am 8. August 1969, um 11.30 Uhr, stoppte ein Polizist den Verkehr auf der mäßig befahrenen Straße im Nordwesten der City of Westminster. Ein Fotograf stellte sich auf eine kleine Klappleiter, vier Musiker überquerten den Zebrastreifen vor ihrem Aufnahmestudio, wie sie es schon Hunderte Male getan hatten ... mehr
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