| Die Lehre von der rechten Zeit |
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| Sonntag, 25 November 2007 | |
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Qoh. 3,1-8 Für alles gibt es eine Stunde, Gerhard von Rad (1901-1971) schreibt über die Weisheit in Israel. Mit dem im Folgenden wiedergegebenen Zitat möchte ich die Bücher Gerhard von Rads sehr empfehlen, der in sehr ansprechender Art über Themen des Alten Testaments zu schreiben wusste. Man kann immer nur eines von beidem tun, und um zu wissen, was denn nun jeweils zu tun ist, dazu muss man eben wissen, dass alles seine Zeit hat. [...] Es handelt sich um die ganz elementare Erfahrung, die dem Menschen aller Zeiten und Kulturstufen zugänglich war, nämlich um die Erfahrung, dass menschliches Tun nicht zu allen Zeiten gleichermaßen erfolgreich und sinnvoll ist, dass sein Erfolg und seine Sinnhaftigkeit, dass einfach alle Ermächtigung zu erfolgreichem Handeln an gewisse Zeiten gebunden ist. Es handelt sich also wieder einmal zunächst um die Erfahrung von einer Grenze, die dem Lebenswillen gezogen ist. Es bleibt dem Menschen nichts anderes übrig, als sich dieser Tatsache zu beugen, denn sie ist jedem Einfluss weit entzogen. Bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese Grenze als einen gegebene Tatsache anzuerkennen, so ist es ihm doch unbenommen, über sie nachzudenken, ja noch mehr: er kann versuchen, ihr sogar einen Nutzen abzugewinnen und in ihr eine Art von geheimnisvoller Ordnung zu erkennen. Auf alle Fälle bestätigte diese Erfahrung die Erkenntnis, [...] dass sich nämlich in den Erfahrungen der den Menschen umgebenden Umwelt nichts feststellen ließ, was von absoluter Gültigkeit war. Immer zeigte sich das jeweils Erfahrene auf irgendeine Weise bedingt und relativ. Hier nun handelt es sich um die rätselvolle Abhängigkeit alles Geschehens von der fallenden Zeit. [...] Dies gilt vor allem für das menschliche Wort, das bekanntlich von den Weisheitslehrern an die Spitze aller lebensgestaltenden Faktoren gestellt wurde. [...] |
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