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Orale Notation (oral notation) ist eine nichtschriftliche Form der Fixierung von Patterns (auch rhythmisch-melodischer Einheiten) durch sprachliche Merkformeln oder Merksilben (mnemonic syllables). Die durch Verbalisierung memorierten Silbenformeln dienen der Aufbewahrung und Tradierung von Bausteinen afrikanischer Musik und kommen entsprechend beim Musiklehren zum Einsatz. Manche dieser Formeln beinhalten Wortbedeutungen meist erheiternden Inhalts, wodurch sie musikpädagogisch wirkungsvoll sind.
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Literaturliste Afrikanische Musik |
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Gerhard Kubik. Zum Verstehen afrikanischer Musik. Wien 2004. Artur Simon (Hg.). Musik in Afrika. Berlin 1983. Volker Schütz. Musik in Schwarzafrika. Oldershausen 1992. Meki Nzewi. African Music: Theoretical content and creative continuum. Oldershausen 1997.
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Afrikanische Mehrstimmigkeit ist nicht auf ein einheitliches Konzept gegründet. Doch scheint ein Verfahren, das Mehrstimmigkeit herbeiführt, in vielen Gebieten verbreitet zu sein: das sogenannte Überspringverfahren. Hierbei singt die zweite Stimme zur ersten jeweils deren übernächsten (anderen, tieferen) Ton. Dadurch entsteht in pentatonischer Musik ein homophoner Parallelismus von Quarten und einer Terz. Umschichtklänge, aus den jeweils übernächsten Tönen einer pentatonischen Skala gebildete Akkorde, sind interessanterweise gleich den >So-what-Akkorden<, wie sie Miles Davis im modalen Jazz, besonders in seinem Titel >So what< verwendet hat. |
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Afrikanische Musik wird während ihrer Aufführung ständig verändert, da die festgelegten Patterns in ihrer Wiederholung auch spontan variiert werden. Daher sind Aufführungen der Musik immer unterschiedlich. Es ließe sich nun behaupten, diese Musik sei weder ganz Komposition - wegen des Freiraums für variierende Improvisation, die Auswirkung auf das musikalische Gesamtergebnis hat -, noch sei sie Improvisation, da die Patterns festgelegt sind und nur mit leichten Abweichungen variiert werden. Das Stück entsteht in seiner endgültigen Form und Ausführung erst während es aufgeführt wird. Dieses Phänomen beschreibt die Forschung als >performance composition< oder Aufführungs-Komposition.
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