| Backwater Blues |
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An diesem für den Blues typischen Textbeispiel lassen sich mehrere Dinge erkennen. Zunächst die typische Form einer Bluesstrophe, bei der die ersten beiden Zeilen wiederholt werden, bevor die letzte Zeile den Gedanken weiterführt bzw. ihm eine neue Wendung gibt. Darstellen lässt sich diese Form als A A B, oder, wenn die zweite Zeile etwas abweicht, als A A´ B. Da die Bluessängerinnen und Sänger ihre Texte oft improvisiert haben, gab ihnen die Wiederholung der ersten Zeile etwas mehr Zeit, sich während des Singens die dritte Zeile im Kopf zurechtzulegen. Hier lässt sich auch das aus Worksong und Gospel bekannte Gesangsprinzip call & response (Wechselgesang) erkennen, das im Blues allerdings von einem Sänger oder einer Sängerin vorgetragen wird; der Strophenteil A ist der Call (Ruf) und B ist die Antwort. Der Inhalt von Bluesstücken beschreibt Erlebnisse aus dem Leben der Musikerinnen oder Musiker, gute Erlebnisse und auch schlechte Erfahrungen. Hier im Backwater Blues wird ein tagelanges Unwetter beschrieben (1927 trat der Mississippi im Delta über die Ufer), dass für die ärmeren Leute, die nicht uphill, sondern in den Tiefebenen in einfachen Hütten wohnten, eine Katastrophe bedeutete. Sie verloren ihr Dach über dem Kopf und ihre wenigen Habseligkeiten und wussten nicht mehr weiter. Bluessänger waren oft unterwegs, und so übernahmen ihre Lieder auch die Funktion, Leuten, die weder lesen noch schreiben konnten - und allen anderen auch -, die Neuigkeiten aus der Umgegend zu vermitteln.
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