| Blue notes und dirty intonation |
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Blue Notes sind charakteristische Töne der Bluesmelodik und Bluesharmonik. An dem Notenbeispiel des „Backwater Blues“ lassen sich die Blue Notes einfach erkennen und erklären:
Diese Melodie steht in der Tonart C-Dur, die bekanntlich alle Stammtöne, also keine Noten mit Alteration (erniedrigenden oder erhöhenden Vorzeichen) enthält. Dass die Melodie des Backwater Blues aber doch Vorzeichen aufweist, erklärt sich durch das Auftreten von Blue Notes, in diesem Fall die Töne es (erniedrigtes e) und b (erniedrigtes h). Die Blue Notes sind also die Töne der erniedrigten dritten (Bluesterz) und erniedrigten siebten Stufe der Dur-Tonleiter (c, d, e, f, g, a, h). Dadurch ergibt sich der typische Bluesklang. (Dies wird sofort deutlich, sobald die Melodie ohne die Blue Notes, sondern mit e und h gespielt wird, denn das klingt ganz und gar nicht nach Blues.) Eine weitere Blue Note ist die erniedrigte fünfte Stufe, in diesem Falle ges, das beim Singen des Backwaterblues gern in den zweiten Takten der Zeilen, statt g, benutzt wird. Bluesmelodien benutzen sehr häufig Töne einer pentatonischen Skala (Fünftonskala), meist eine Mollpentatonik. Diese Töne sind die Grundtöne der Stufen I, IV und V (in unserem Beispiel C, F und G) sowie die Blue Notes auf den Stufen bIII und bVII (in unserem Beispiel es und b). Oft wird auch die dritte Blue Note hinzugezogen, die bV (in unserem Beispiel ges). Diese sechs Töne werden als Bluestonleiter bezeichnet.
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